Jan Witte-Kropius
23.10.2013 10:00 - Helmut Fleischhauer hpf/SL
Am 23.10.2013 fand die Skulptur "AndersWo" ihren endgültigen Platz beim Forster Kompetenzzentrum (ehemals Warmbad).

Der 1959 geborene Jan Witte-Kropius wohnt in dem 70-Seelen Dorf Neu Karin in Mecklenburg-Vorpommern.
Beim 1. Internationale Kunstsymposium sprach ich mit ihm.
Bereits vor seinem Studium der Fachrichtung 'Außengestaltung' in Heiligendamm arbeitete er mit und lernte von Bildhauern. Da mir der Studiengang 'Aussengestaltung' unbekannt war, fragte ich ihn, ob Bildhauerei Bestandteil des Studienganges war. Jan Witte-Kropius: „So hieß der Studiengang damals in der DDR. Nein, Bildhauerei war nicht Bestandteil des Studiums. Der Kontakt dazu war aber bereits durch meine Arbeit mit Bildhauern davor entstanden.“

Seine Werkstoffe sind Holz, Stahl und Stein. „Wenn es passt, verbinde ich die Materialien gerne. Mein Entwurf für dieses Symposium verbindet ebenfalls diese drei Materialien.“ Er zeigt auf den zugeschnittenen Stamm: “Das ist die Stele, so etwas 3 Meter lang, darauf kommt ein Steinkopf.“ Ich zeige auf den Stapel mit Holzklötzen, die daneben liegen und frage, ob die Holzteile auch Bestandteil der Skulptur werden. „Nein, das ist übrig … aber andere Künstler werden sie verwenden. Die weitere Ausgestaltung meiner Skulptur wird in Stahl erfolgen.“

Interview hpf:
„Wie sehen sie die Verwandlung von Bäumen, die einmal den Kegeldamm zierten, in Kunstwerke?“
„Es ist spannend. Man muß allerdings bei der Bearbeitung aufpassen. In den alten Stämmen sind Nägel und sogar eingeschraubte Isolatoren tief im Holz. Sie wurden wohl schon vor vielen Jahren eingeschlagen oder eingeschraubt und sind aussen nicht mehr sichtbar, der Baum hat sie in sich aufgenommen. Aber das weiss man ja, daran muss man denken.“



Am 23.10.2013 fand die Skulptur 'AndersWo' ihren endgültigen Platz beim Forster Kompetenzzentrum (ehemals Warmbad).

„Die Skulptur „AndersWo“ greift das Thema „In jedem Abschied steckt ein Anfang“ in abgewandelter Form auf, in dem der stetige Drang nach neuen Orten, neuen Dingen, neuen Erlebnissen, neuen Lebensbedingungen hinterfragt wird. Ist diese Such-Sucht Neugier oder die Gier nach Neuheiten, evolutionseminent oder Entwicklungswahnsinn? Gehen oder Bleiben? Welche Bedeutung hat eine soziokulturelle Heimat für das Individuum als Einzelnes und in der Gemeinschaft? –




Fotocollage Tag4_J.Witte-Kropius_PDF